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Max Roth im Jahre 2000

Max Roth (* 19. September 1967 in Medellín, Antioquia, Kolumbien, bürgerlich Maximilian Quintero Heldberg) ist ein deutschstämmiger Sänger, Musiker, Entertainer, Schauspieler, Moderator und Performance-Künstler.

Abstammung und künstlerischer Werdegang

Lateinamerikanische Wurzeln

Max Roth ist der eheliche und erstgeborene Sohn des kolumbianischen Sängers und Entertainers Gustavo "el loco" Quintero und der einzige Sohn der deutschstämmigen Kolumbianerin Mónica Heldberg de Quintero.

Seine Mutter war Malerin und Balletttänzerin und sein Vater schrieb in den späten sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts lateinamerikanische Musik- und Entertainmentgeschichte, mit den bis heute berühmten Formationen "Los Teenagers"; "Los Hispanos" und "Los Graduados".

Sein Halbbruder ist der in Miami (USA) lebende Produzent und Salsa-Bassist Gustavo Quintero Jr., der seit einigen Jahren in der auch in Europa bekannten Salsa-Band "La Sonora Carruseles" spielt.

Zeittafel: Kindheit und künstlerische Entwicklung (1969 bis 1994)

  • 1969: Seine Mutter und seine Großeltern reemigrieren nach Europa. Die Scheidung der Eltern von Max Roth und die damaligen Unruhen in Kolumbien und Lateinamerika waren die beiden Hauptgründe, weswegen die Familie nach Europa zurückgekehrt ist. Da die Eltern von Max Roth in Kolumbien zu den Prominenten zählten und sein deutschstämmiger Großvater ein Industrieller war, waren sie zu jener Zeit in doppelter Hinsicht eine gefährdete Gruppe, da diverse verfeindete Terrorkommandos und paramilitärische Einheiten nun auch die Großstädte unsicher machten. Gerüchten zufolge soll auch der Vater von Max Roth Drohungen ausgestoßen haben, er würde seinen Sohn entführen wollen.
  • 1971: Im Alter von etwa vier Jahren begann Max Roth autonom seine „musikalische Früherziehung“, indem er den Umgang mit dem Plattenspieler lernte – und die Platten seiner Eltern und Grosseltern zu durchstöbern begann. Gene Krupa, Sammy Davis Junior, The Barry Sisters, Paul Anka, Armando Manzanero und weitere hauptsächlich nord- und südamerikanische Gruppen und Interpreten der vierziger bis siebziger Jahre, formten das erste musikalische Begreifen im Vorschulalter.
  • 1974: Auf der Musikschule der Stadt Bornheim erlernte der siebenjährige Max Roth das damals „typische Erstklässlerinstrument“, die Blockflöte – für eine Schulaufführung lernte er so enthusiastisch die „Pudergavotte“ von Händel, das er diese 32 Jahre später immer noch spielen kann.
  • 1980: Beim Schüler von Jiggs Wigham und Peter Giger (Family of Percussion; F.O.P.), dem Schlagzeuger Andreas Genschel, beginnt er als „Ensembleunterricht“ mit der Percussion, parallel zu seinem Hauptfach „Klassische Gitarre“ an der Musikschule der Stadt Bornheim. Das sehr Jazz-Orientierte arbeiten seines Lehrers Genschel, bewegt Max Roth dazu – das Hauptfach von Gitarre auf Schlagzeug zu wechseln. Enthusiastisch hat er 1981 als Schlagzeuger seinen ersten Auftritt mit einer Big-Band welche sich aus einem Projekt des Lehrers an dieser Schule entwickelt hatte. Hier findet er auch seine erste Erwähnung als Musiker in der Presse (Bonner Rundschau) als 14-jähriger.
  • 1983: Aus einigen Mitgliedern dieser Formation gründet Max Roth zusammen mit dem Keyboarder Achim Stahl die „United Jazz Company“ bei der er nicht nur Gründungsmitglied, sondern auch Namensgeber ist. In dieser Formation die aus verschiedenen Musikern im Alter von 16 bis 24 Jahren besteht, ist er zwar „noch“ Schlagzeuger, singt aber bereits einige Stücke, wie zum Beispiel „Sunny“ von Bobby Hebb.
  • 1984: In diesem Jahr hat Max Roth zum ersten Male direkten Kontakt zu einem Musiker mit internationalen Renommè, und zwar mit dem kolumbianischen Komponisten, Arrangeur und Pianisten Francisco Zumaque, der – wie auch der Vater von Max Roth (Gustavo Quintero) – in Kolumbien und Lateinamerika zu den lebenden Legenden des modernen Entertainments zu zählen ist. Hier ist er immer noch hauptsächlich als Percussionist und Drummer aktiv, und besteht mit Bravour die ersten musikalischen Gehversuche mit Profi-Musikern als noch 17-jähriger.
  • 1986: Max Roth verlässt Deutschland und verbringt mehrere Jahre in Figueres, der Geburtsstadt von Salvador Dali, in der Provinz von Girona in Katalonien (Spanien). Er begleitet einheimische Bands dort wie z.B. die „Digit-Arts“ (mit Joan Trayter Malirach, dem Inhaber des MUSIC-LAN-Studios), dann auch erstmalig als Sänger, aber auch zusammen mit dem belgischen Entertainer Jean-Jacques de Vos, als Drummer. In Barcelona und der Costa Brava jammt er mit Leuten wie zum Beispiel Lluis Vidal und anderen spanischen Künstlern. Erste Beachtung findet er bei seinen Auftritten in „Los Arcos“, wo er auch mit Flamenco-Musikern spielt.
  • 1993: Er trifft auf den Jazz-Pianisten Lionel Haas, mit dem er auf einer Session in der „Jazz-Galerie“ das Lied „`Round Midnight“ von Thelonius Monk interpretierte. War er selbst bisher von seinen Mitmusikern meist als Drummer begehrt, vor allem in der Bonner Jazz- und Blues-Szene, so war der Auftritt mit Lionel Haas im Rahmen einer „Session“ die Initialzündung nach außen und innen, um ab dann den Namen Max Roth in allererster Linie mit „Gesang“ zu assoziieren.
  • 1994: Ende 1994 treibt es jedoch Max Roth wieder zu einem mehrmonatigen Aufenthalt nach Spanien, dort ruht für fast ein Jahr seine musikalische Karriere.

Zeittafel: Künstlerische Entwicklung als Sänger (1995 bis 2006)

  • 1995: Zwischenzeitlich wieder in Bonn: Die Gruppe “TresX” um den Gitarristen René Brall, feiert ihre ersten Erfolge. Zeitgleich kehrt Max Roth in seine damalige Wahl-Heimatstadt zurück.
  • 1996: Die Akustik-Band “TresX” spielen in der legendären Sovjet-Kneipe “GUM” in Bonn, und treffen dort auf Max Roth - es kommt zu einer spontanen musikalischen “Session”. Die “Ur”Creatures (die erste Formation mit Max Roth als Leadsänger und Entertainer) sind geboren. “Mad Max and the Creatures” sind René Brall (damals noch am Akustik-Bass); Wolfram Henke (Gitarre); Roland Krause (Gitarre) und Max Roth (Gesang). Diese “Originalbesetzung” bleibt unverändert, bis Henke neue Wege einschlägt, und die Band verlässt.
  • 1997: Max Roth trifft auf einer Blues-Session den jungen Gitarristen André Krengel, dieser füllt den leeren Platz und übernimmt ab Juli 1997 die Acoustic-Lead.Guit. “Mad Max and the Creatures” setzen neue Maßstäbe, aber unterbrechen dennoch vorläufig mit dem “Creature Good Bye” - Concert im bekannten Bonn-Bad Godesberger Musik-Lokal “Live” ihre Zusammenarbeit, um sich musikalisch mit anderen Projekten zu befassen. Roland Krause und André Krengel gründen eine Duo-Formation und reisen in die USA, wo sie u.a. auf Mitglieder der Band Lynyrd Skynyrd treffen, und TV-Auftritte haben. René Brall arbeitet an seinen Klassik-Projekten, und mit seiner virtuosen Klezmer-Formation “Keschenik”. Erfolge mit Patrick Utler im Bereich der Klassik, und das Zusammentreffen mit Giora Feidman bei einem Workshop krönen seine musikalische Entwicklung. Max bereist Europa und ist Gastsänger bei wechselnden Formationen im “Bourbon-Street” in Amsterdam; “Caracol” (Madrid); “Jam Session Café” (Barcelona). Im “Bruegel” (Köln), in der “Jazz-Galerie” (Bonn), und im “Bob's Treibhaus” (Bochum) singt er auf Sessions zusammen mit Brenda Hale; Michael Moses und anderen US-Stars (Starlight-Express, Michael Jacksons Background Vokalisten), die ihn nachhaltig prägen.
  • 1998: Max Roth kommt wieder nach Deutschland zurück und erörtert mit dem Gründungsmitglied René die “Reaktivierung” der Creatures. Nach diversen Telefonaten und einem neuen Konzept, schließen sich die “Ur”-Creatures (René und Max) zusammen und gründen die ”UNPLUGGED CREATURES”. Neue “Kreaturen” werden ab da: Martin Ziaja am Bass „Juicy Junk“, und erstmalig in der Geschichte der Creatures ein Schlagzeuger: Christoph „ICEMAN“ Wieners. Reaktiviert wurde auch wieder an der Lead.Guit. André Krengel, der bereits in der mittleren Phase der Creatures mitgespielt hatte. Diese Formation “lebte” so nur ein Jahr, denn im Januar 2000 verließ Krengel die Creatures um sich auf seine Arbeit mit dem bekannten Soap-Darsteller und Sänger Marcel Saibert zu konzentrieren und in der Band “Rieners” eigene Kompositionen umzusetzen. Die Instrumentalisten Steffen Trenkle (False Pretences mit Barry Venn und Clem Clempson von der Band Colosseum) am Schlagzeug; Olaf Buttler (Gewinner des Bundespoppreises der BRD 1998 mit seiner Band “Maspoon”) am Bass; und Thorsten Praest (Band “Hühnerfriedhof”), kannten sich bereits aus Projekten während ihres Studiums an der Musikhochschule in Arnhem. Dieses Trio bildete daraufhin von 2000 bis 2001 zusammen mit den “Ur”-Creatures René, Max und dem Gast Steve Bohn (Mandoline), die: “Max Roth and the UNPLUCKED CREATURES”, die sich jedoch recht schnell wieder auflösten, da diese Kombination nicht kompatibel war. Roth experimentiert Ende des Jahres 2000 mit Einflüssen aus der Country-Musik, in einem Vergnügungspark mit internationalem Showprogramm.
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Max Roth, "Gangsta Lou" und Coolio "jammen" auf einer privaten Düsseldorfer Party

  • 2001: Von 2001 bis 2002 zog sich Max Roth zurück und unternahm vorläufig keine weiteren Versuche, eine „eigene Formation“ auf die Beine zu stellen. Er arbeitete hauptsächlich als Sprecher, Moderator (z. B. bei „Red Nose Day“ mit Dustin Semmelrogge) und als Promoter für das Fernsehen und nahm an kleineren Filmprojekten teil („Wissen ist Macht“ von Kiki Schiewe) und war als Berater für ein Theaterprojekt aktiv. Er jammte und improvisierte in der Zeit mit namhaften Künstlern wie etwa Carter Calvert vom Original Broadway Cast der Musical Revue: „Smokey Joe’s Cafe“ und sammelte hierbei neue Impulse und Ideen. Er war Mitveranstalter als Mitglied des „Internationalen Musikerforums“ bei zwei Sommerfesten in Düsseldorf als künstlerischer Leiter.
  • 2002: In diesem Jahr traf er bei einer Session in Düsseldorf erneut auf Olaf Buttler, der in der Spätzeit der CREATURES mit Max Roth musiziert hatte. Dieser brachte den jungen Gitarristen Maximilian Hartlieb zu einer Session in das ehemalige „Cape Coast“ (Bebuca) mit, mit dem er bereits als Line-Up für Stan Hall aus Washington gewirkt hatte. Hinzu kam auch der Drummer Jürgen „Doc Holiday“ Scholz und der Gitarrist Pierre Wrobbel von „Atlantic Assembly“. Aus dieser Session-Formation entstand kurze Zeit später das Projekt: „Max-Roth-Group“, welches für dann fast 2 Jahre für massive Furore in Düsseldorf, Gesamt-NRW – und auch überregional – sorgen sollte.
  • 2003: Anfang 2003 zwangen gesundheitliche Probleme Max Roth zu einer größeren Pause. Konzeptionelle Unterschiede und abweichende Ideen der Kernmitglieder brachten das „Aus“ für die „Max-Roth-Group“, gerade dann - als die ersten größeren Erfolge, auch überregional, begannen. Ab 2004, nach der Auflösung der „Max-Roth-Group“ orientierte sich Roth nach einer Pause neu, und gab lediglich kurze Gastspiele als Schauspieler in diversen Privat-TV-Formaten. Bei einem Dreh zu "rent-a-pocher" trifft er in Düsseldorf ("Rethelstraße") auf Oliver Pocher, der Max Roth in einem privaten Gespräch animiert "weiter zu machen!"...
  • 2006: Das Hauptaugenmerk liegt nun in der Arbeit als Entertainer und Sänger, Bandleader und Moderator. Vereinzelt arbeitet Roth auch als Sprecher für Dokumentationen ("Stimme im Off"), aber der Schwerpunkt liegt eindeutig wieder im Bereich "Live-Performance" und Musik. Somit kehrte Roth in diesem Jahr zu seinen Wurzeln zurück.

Allgemeines und Überblick

Wirkung und Bekanntheitsgrad

Max Roth ist ein Künstler, der das Publikum polarisiert und spaltet.

Während die einen ihn lediglich für einen Moderator und Showmaster halten (PrimeTimeShow und HSE24), so sehen andere in Max Roth einen begnadeten Sänger und Künstler.

In bestimmten Kreisen und beim Szene-Publikum ist Max Roth sicherlich überregional, ja europaweit bekannt, andere hingegen haben noch nie etwas von ihm gehört. Bundesweite Beachtung fanden seine kurzen Gastauftritte (mit Gesangseinlage) bei HSE24 (HomeShoppingEurope, ehemals H.O.T.), dem Verkaufssender aus Bayern, wie auch seine denkwürdigen und skurrilen Beiträge in manchen TV-Serien. Max Roth hat bereits künstlerisch zusammengearbeitet mit Coolio, Marla Glen, Carter Calvert, Xaver Fischer, Helmuth Fass, Hermes Phettberg, André Krengel, Charly Weiss, Marc Terenzi, Martin Engelin, Martin Ziaja und vielen weiteren Musikern aus der europäischen Studio- und Live-Musik-Szene.

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Die Max-Roth-Group im Jahre 2002 (Sommerfest der Polizei Düsseldorf)

Er war der künstlerische Leiter und Mitveranstalter des größten Open-Air-Festivals, welches jemals unter der Schirmherrschaft eines Polizeipräsidenten in Düsseldorf stattgefunden hat, im Jahre 2002. Dieses Festival ging über zwei Tage und bot insgesamt nahezu 20 Bands, auch überregionalen, wie den "Diamond Dogz" aus London, ein Forum.

Filmprojekte und Grenzerfahrungen

Dem breiten Publikum ist Max Roth hauptsächlich als Sänger, Entertainer und Musiker bekannt.

Einige Kritiker und Betrachter sehen insbesondere in der ungewöhnlichen und unorthodoxen Verzahnung vieler Genres, die vorrangige Qualität von Roth als sehr wandlungsfähigen Entertainer.

In der wertfreien und philosophischen Betrachtung ist diese Wandlungsfähigkeit von Max Roth und die Fähigkeit auch ausgefallene, ja sogar "seltsame" Events gekonnt zu moderieren, ein Hinweis auf einen möglicherweise nahenden "Kultstatus".

Roth wechselt zwischen Mainstream-Moderationen (HSE24), musikalischen Projekten (Max-Roth-Group) und Underground-Performance-Events "hin- und her", ohne dabei unglaubwürdig zu erscheinen, da er seine Darbietungen immer authentisch und zielgruppengerecht konzipiert und ausführt.

Im deutschen Sprachraum hat es sicherlich noch kein einziger Künstler bisher geschafft, in einem Schaffenszeitraum von acht Jahren (von 1998 bis 2006) unter einem (Künstler-)Namen so grundverschiedene Projekte aktiv mitzugestalten.

Roth ist in dieser Zeit im Leo-Beck-Saal der jüdischen Synagogengemeinde von Düsseldorf aufzutreten, hat zwei Polizeipräsidentenfeste ausgerichtet, war an mehrere Filmproduktionen beteiligt als Schauspieler un "Stimme-im-Off" und ist in sechzehn Folgen verschiedener TV-Serien als Darsteller aufgetaucht. Roth hat ca. 200 Auftritte mit etablierten Musikern absolviert, er hat zwei gemeinnützige Kulturvereine mitbegründet, er verkaufte "singend" Internet-Boxen beim Sender HSE24 und moderierte als mehrsprachiger Entertainer im größten Tabledance von Europa.

In Fulda hat er im Jahre 2009 die "Serie am Bauzaun" moderiert, und dort an zehn Tagen auf der Live-Freilichtbühne am Jesuitenplatz diverse Bands und Künstler anmoderiert und in den Pausen auch sein Talent als D.J. gezeigt.

Die Serie war Teil des Projektes der "Museumsinseln" des Aktionskünstlers Christoph Krassa und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und mit Frau Marianne Blum, einer Eventplanerin der örtlich ansässigen Agentur Wunderland.

Ereignisse und internationale Bewertungen

Insbesondere seine Formationen "United Jazz Company", "Unplucked Creatures", "Max-Roth-Group" und die "Cologne-Power-Generation" haben für Aufsehen und Furore gesorgt, hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden und Spanien. Ebenso ist noch seine Moderation des Events "PrimeTimeShow" in Erinnerung (mit Hermes Phettberg als Talkgast) und der Eklat, als er mit der Stretch-Limousine eines bekannten Rotlicht-Barons (Bert Wollersheim, [1]) die "Weather Girls" zur Messeparty der Kunststoffmesse "K" chauffiert hatte - und dort dann mit dem Event-Manager der Messe Düsseldorf GmbH, Rudolf Grospitz, in ein Handgemenge geraten ist. [2] Wegen dieser und anderer Aktionen hat sich Max Roth den Beinamen "Enfant terrible" eingehandelt.

Das markanteste an Roth sind jedoch nicht seine Eskapaden, sondern seine - von Fachleuten als "Ausnahmetalent" - beschriebene Stimme. In der klassischen Einteilung im weitesten Sinne irgendwo zwischen Bariton und Tenor zu beschreiben, reicht seine Stimme jedoch zusätzlich von den tiefen Bereichen eines Frank Sinatra - bis in die Falsett-Höhen eines Prince, vervollständigt durch das Timbre eines Sammy Davis Junior und abgerundet durch die Präsenz eines Paul Ankas. Alle diese Merkmale fusioniert Roth zu seiner ganz eigenen und absolut unverkennbaren Gesangsstimme. Professionelle und geschulte Zuhörer, wie der Sänger Brandon Singleton von der Original-Broadway-Cast der Broadway-Revue "Smokey Joe's Café", der australische Sänger Roy Weissensteiner (Andrew Lloyd Webbers: "The Phantom of the Opera") und viele andere internationale Kollegen bescheinigen Max Roth durchweg eine Stimm- und Gesangsqualität, die zu den "Top-100" der westlichen Musikszene zu zählen ist. Bemerkenswert ist diese Beschreibung vor allem angesichts der Tatsache, dass Roth zu weiten Teilen als Autodidakt seine Talente und Fachkenntnisse geschult hat.

Roth hingegen bewertet technische Perfektion beim singen als eher zweitrangig, denn im Gespräch mit dem Publizisten und Verleger Marc Leonard Zobel (Spirit Magazine) [3] sagte Roth im Jahre 2002: "Ich liebe und bewundere Instrumentalisten, die ihr Instrument beherrschen. Der Sänger hat es schwerer und leichter zugleich, denn - gelingt es dem Sänger seine ganze Seele dem Publikum zu öffnen, dann fliesst alles von selber, die Töne, das Timbre, die feinen Nuancen! Und das berührt den Zuhörer, den Menschen, egal ob es im Jazz, im Rock, im Pop, in der Klassik oder in der Oper passiert, dann fliesst es einfach!" Roth gilt als Bewunderer von Fritz Wunderlich und sieht im Wirken und Schaffen dieses deutschen Tenors zumindest eine Seelenverwandschaft, obwohl beide zu vollkommen verschiedenen Musikstilen zu zählen sind.

Einige Fachleute und nahezu alle Zuschauer die Roth jemals "live" auf einer Bühne erlebt haben, wundern sich oft - weswegen Roth nicht vor Jahren bereits seinen internationalen Durchbruch zu feiern hatte. Roth kommentierte dies jüngst recht lapidar und mit einem Augenzwinkern: "Ich bin Sänger, kein Verkäufer!" - Ob diese Aussage als allgemeine Kritik an der gesamten Musikindustrie zu werten sei, oder ob Roth damit lediglich andeutete noch nach leistungsstarken Kooperationspartnern zu suchen, ist unbekannt.

Persönliches und aktuelle Entwicklungen

Gesundheit

Max Roth lebt sehr zurückgezogen als Einzelgänger und Eigenbrötler in der Rhön, in direkter Nähe zur hessischen Barockstadt Fulda. Von seinem aktuellen Privatleben ist nicht viel bekannt. Er hatte sich ab dem 24. April 2004 immer weiter zurückgezogen, da er nach schweren gesundheitlichen Problemen und Depressionen nach der Auflösung der ersten "Max-Roth-Group" die ländliche Ruhe suchte. Ende 2002 war bei Max Roth ein seltenes mukoepidermoides Carcinom (Krebs) im Gaumen diagnostiziert worden. Diese Krebserkrankung hätte ihm nicht nur fast das Leben gekostet, sondern auch seine Sprech- und Gesangsfähigkeit, da er einen sehr umfangreichen chirurgischen Eingriff am Oberkiefer durchführen lassen musste. Im Januar 2004 wurde bei ihm ein "primärer Hyperparathyreoidismus" festgestellt, der ebenfalls einen minimalinvasiven Eingriff zur Folge hatte, in der nächsten Nähe zu den Stimmbandnerven. Seit August 2009 lebt er nun im Unesco Biosphärenreservat Rhön.

Ehepartner, Familie und Lebenswandel

Max Roth ist in zweiter Ehe mit einer Sekretärin aus Mannheim verheiratet. Seine erste Ehefrau ist Katalanin und lebt heute in Bonn, Düsseldorf und Berlin. Bis in das Jahr 2003 war Max Roth auch durch sein promiskuitives Verhalten bekannt, seit seiner Krebserkrankung und vor allem seit der Auflösung seines Projektes "Max-Roth-Group", und der fast einjährigen Trennung von seiner aktuellen Ehefrau - hat Max Roth sein Leben drastisch umgestellt. Beobachter zählen ihn heutzutage zu den "Straight Edgern", das heißt: Er raucht nicht, trinkt keinen Alkohol und lebt monogam - nachdem er seit kurzem wieder mit seiner Ehefrau zusammenlebt.

Über seinen heutigen Freundeskreis weiß man kaum etwas. Bis zum Jahre 2004 zählten seine damaligen Mitmusiker Maximilian Hartlieb, Pierre Wrobbel, Iris Arnold und Olaf Buttler zu seinen engsten Freunden. Durch den öffentlichen Bruch der Musik-Band und die darauf erfolgte "Schlammschlacht" in der Öffentlichkeit - ist jedoch jeder Kontakt zu seinen früheren Mitmusikern und Freunden, bis heute, gestört, bzw. nicht existent. Heutzutage ist er sehr eng mit dem Künstlerehepaar Blum befreundet und kooperiert in verschiedenen Bereichen mit den Blums, siehe: [4] und [5].

Max Roth galt in der Vergangenheit als nahezu realitätsfremd unbekümmert. Trotz seines steigenden Erfolges in den letzten Jahren als Entertainer und Sänger und den damit verbundenen regelmäßigen Buchungen bei Events und Veranstaltungen, verfiel er des öfteren in Depressionen - die er mit Verschwendungssucht zu kompensieren suchte. Finanziell angeschlagen und von seiner Ehefrau verlassen, durchlebte er im Jahre 2005 sehr schwere Zeiten. Beobachter berichten, dass es ihm nun (September 2006) sehr viel besser geht, vor allem seit dem er mehr auf seine Gesundheit achtet.

Roth als Trendsetter und Wegbereiter

Durch sein Comeback im April 2006 als Entertainer und Sänger, hat sich Max Roth in sehr schnellen Schritten wieder einen angemessenen "Marktwert" erspielen können. Insider und Beobachter berichten, dass die von Roth im Großraum Köln und Düsseldorf erfolgreich durchgeführten Events ihm dabei einen merklichen Vorteil eingebracht haben. Wiederkehrende Formate, wie seine Live-Musik-Serie im "Tulip Inn Düsseldorf Arena" und auch die Mini-Tour mit Martin Engelien haben Roth auch bei anderen Zielgruppen bekannter gemacht. Roth entwickelte für einen Kölner Szenegastronomen eine maßgeschneiderte Performance, erinnernt an die traditionelle "Burlesque", mit der Verwebung von erotischen Tanz und Live-Musik.

Die deutsche Entertainment-Szene war im Jahre 2006 durch die Einwirkung von Roth, fernab des üblichen TV-Mainstreams, in Bewegung geraten. Journalisten, Regisseure, Musiker und andere Künstler entdecken nun den Reiz an der Kombination zwischen "Erotik und Kunst" neu, und besuchten mit steigenden Zahlen den wöchentlichen Event der "Cologne-Power-Generation", auch als aktive musikalische Gäste.

Die umfangreichen Kontakte und die Popularität von Roth und seinen Musikern ermöglichten oft die Teilnahme von unangekündigten Gästen am "Live-Musik-Montag" in Köln. Herausragend waren hier die Besuche von "W.E.S. - The Power Trio" aus Louisiana, und die spontane Teilnahme von drei Sängern der Original-Cast aus Andrew Lloyd Webbers "Das Phantom der Oper" aus Essen.

Somit war die Kooperation zwischen Roth und der Kölner Szenegastronomie eher als wirtschaftliche und kulturelle Symbiose und als Schulterschluss beider Seiten zu sehen.

Max Roth sieht sich nicht nur künstlerisch, musikalisch und inhaltlich als Nachfolger der echten und vollwertigen Entertainer der "alten Garde", wie etwa Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Junior, sondern vor allem auch in seiner Vorurteilslosigkeit - wenn es um kreative Zusammenschlüsse mit marginalisierten Gesellschaftsschichten geht oder um die Kooperation mit Grenzgängern der Kunstszene. (Siehe dazu auch z.B. seine Aktionen mit dem Allroundkünstler Joe Brockerhoff, dem Schüler von Joseph Beuys.)

Aktuelles

Max Roth hat im April des Jahres 2006 die "Max-Roth-Group" als flexibles künstlerisches Projekt wieder ins Leben gerufen, jedoch nicht als "feste Musikgruppe", sondern den Ursprüngen folgend - als Entertainment-Event mit wechselnden Besetzungen.

Des Weiteren steht Max Roth in enger Kooperation mit der Firma "Pascha Tabledance Limited", für die er in Köln an festen Tagen der Woche im Tabledance-Nightclub moderiert. An den Montagen tritt er dort mit der "Cologne-Power-Generation" auf, die aus namhaften Studio- und Livemusikern zusammengestellt worden ist.

Er kooperiert in diversen Projekten mit der Wahl-Kölnerin persischer Abstammung Stella Ahangi [6]. Gemeinsam mit ihr und der Agentur "Milestone Art & Media" hat er im Pascha Tabledance die Serie "Lieder im Bordell" platziert. [7]

Max Roth moderierte im Pascha Tabledance das Rahmenprogramm beim Auftritt der legendären Bläck Fööss.

Als definitives "Comeback" werten Fachleute nun den Auftritt von Max Roth im September 2006 auf einem Firmen-Event der FinanceScout24, einer direkten Tochtergesellschaft der Scout24 Holding, im Kölner Szene-Live-Musik-Lokal Brasserie Bruegel. [8]

Hier spielte Max Roth erstmals wieder mit einem Live-Band-Projekt unter dem Label Max-Roth-Group, welches er als Branding bereits im Jahre 2002 am europäischen Markt eingeführt hatte.

Roth arbeitet zur Zeit aktuell an verschiedenen Konzepten um die lokale und überregionale Live-Kultur (wieder-)zubeleben. Statement Roth: "Es ist ein starker Trend zurück zur Live-Kultur zu erkennen. Die Menschen möchten nun echte und authentische Kunst und Künstler erleben, auf ihren eigenen Bühnen, in ihrer eigenen Stadt. Diese Rückbesinnung haben wir teilweise auch der Plastik- und RTL-Übersättigung zu verdanken, die Menschen wollen zurück zur ehrlichen Unterhaltung."

Die Road-Show "Time Machine" ist als einwöchige Gasttour konzipiert, mit wechselnden Stars aus der Musical-Szene, in wechselnden Partnerlocations oder in gastronomischen Betrieben, die an ein und der selben Location eine zusammenhängende Woche lang ihr Programm darbieten.

Die "Rothlicht-Tour" ist ein an festen Wochentagen aufzuführendes Event, welches durch deutsche und niederländische Städte touren wird, ab ca. Dezember 2006. Seine musikalische Backline wird in den beiden Projekten aus der bereits eingeführten "neuen" Max-Roth-Group bestehen, die sich aus führenden Studio- und Live-Musikern des deutschsprachigen Raumes zusammensetzt.

Januar 2007: Zur Zeit tourt Max Roth als Gast-Star mit der "Go-Music-Session" des Martin Engelien (Bassist der "Klaus-Lage-Band") - Begleitet wird er hier derzeit von Jörg Dudys (Gitarrist bei Rolf Stahlhofen, Laith al Deen, Jule Neigel); Moritz Müller (Drummer bei Xavier Naidoo, Hesslers); Dennis Hormes (Gitarrist bei T.M. Stevens in Japan und USA, bei den „4 Ugly Daughters“ und auch Gitarrist und Co- Komponist bei Marc Terenzi) und dem Drummer Josef Kirschgen (Überkings & „Harald-Schmidt-Show“).

Statt Ruhrpott und Niederrhein - nun "Biosphärenreservat Rhön"

2007 und 2008 hat Roth diverse Projekte vorangetrieben, wie z.B. eine regelmässige Show im "Tulip Inn Düsseldorf Arena" mit wechselnden Musikern der internationalen Jazzwelt. (Timofey Birukov, drums; Jura Wajda, piano; Alex Malakhau, sax; Vitaly Zolotov, special guest, guitar; Mirek Pyschny, drums; Roman Babik, piano u.v.a.m.) Siehe: [9] - Trotz der enorm großen Akzeptanz durch Publikum und Fachleute, blieb das Projekt eher unbeachtet, vermutlich wegen mangelnder Vermarktung. Roth bemängelte gegen Ende des Jahres 2008 immer mehr die fehlende Lobby in den rheinischen Ballungszentren für "echte Kultur" und prangerte öffentlich die bevorzugte Vermarktung von zweitklassigen Acts an, die die RTLisierung der Gesellschaft vorantreiben oder das Festhalten an unveränderbaren Strukturen in der etablierten Kunst- und Kulturlandschaft. "Hier ist keine Bewegung mehr möglich!" kommentierte Roth in einem Radiointerview und reagierte auf diese Entwicklung konsequent mit dem Rückzug aus der Kulturszene seiner Wahlheimat Mettmann/Düsseldorf.

Anfang 2009 folgte Roth einer (wie er sagt) "inneren Stimme" und zog in das "UNESCO Biosphärenreservat Rhön", in die Nähe des Landkreises Fulda. In der Zurückgezogenheit und in der Natur findet Roth die Ruhe um neue und reifere Produkte zu entwickeln, wie z.B. seine Einstandsperformance "Salvador Dalí espanta la Rhön!" welche er in Kooperation mit den Künstlern Tony Osanah (guitar); Danijel Obens (actor), Daniela Grafe (actor) und Vitalij Berg (graphics) umgesetzt hat. Siehe dazu: [10] und [11].

Die Aktion wurde in der Kunststation Kleinsassen [12] verwirklicht und fand beim Publikum und in der überregionalen Presse großen Zuspruch. Ferner wirkte Roth bei der FILMPOOL-Produktion "Alles was Recht ist!" mit, die in Fulda gedreht wurde. (ARD Sendetermin im Jahre 2010)

Roth wird im Laufe des Jahres 2009 in der Region ein neues Markenprodukt entwickeln, bei dem Tony Osanah einen wichtigen musikalischen Part einnehmen soll. Osanah hatte bereits mit B.B. King [13] und Gilberto Gil [14] musiziert und hat in Brasilien und Rest-Lateinamerika Musikgeschichte geschrieben, siehe: [15]

Gerd.Berger.Archive.Print

Marla Glen besucht Max Roth 1999 im Café Knülle

Weblinks

und

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