Kritik
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Kritik (v. frz: critique, aus griech.): kritiké (techné) = Kunst der Beurteilung, des Auseinanderhaltens von Fakten, der Infragestellung, v.: krinein = (unter-)scheiden, trennen, kritikos = (unter)scheidend, beurteilend) ist
- eine fachmännisch prüfende Beurteilung nach begründetem Maßstab, die mit der Abwägung von Wert und Unwert einer Sache einhergeht.
- Methode in der Wissenschaft. Durch kritisieren und falsifizieren von (Hypot-)thesen kann an die Wahrheit angenähert werden. Fand als Hauptvehikel der Kritischen Theorie Eingang in die Bezeichnung dieser von der Frankfurter Schule vertretenen philosophischen Richtung.
- als Selbstkritik häufig (miss/ge-)brauchte Methode, von Dogmen abweichende Personen z.T. öffentlich wieder zu den vorgegebenen Dogmen zurückkehren zu lassen.
- in der Umgangssprache häufig für den naiv Kritisierten negativ, als Beanstanden von Mängeln, das "Kritisieren", aber auch schlicht eine Bewertung und/oder Hinterfragung:
- positive Kritik: ein Lob
- negative Kritik: eine Beanstandung
- konstruktive Kritik: eine Bewertung/Hinterfragung mit Hinweisen, was man (evtl.) besser machen könnte
- destruktive Kritik: eine simple Beanstandung, gegf. verbunden mit abschätzigen Bemerkungen
- die kritische Beurteilung eines Kunstwerkes in öffentlichen Medien, (z.B. Feuilleton) oft im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen, wie Theaterpremieren, Ausstellungen, Buchveröffentlichungen oder Konzertaufführungen. Man unterscheidet
- die Kunstkritik
- die Literaturkritik
- die Musikkritik
- die Theaterkritik
- die Filmkritik
- die kulturphilosophische kritische Betrachtung der Gesellschaft selbst.
