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Kunstwort

Unter Denkotainment (Kunstwort aus dem deutschen Wort: denken und dem englischen Wort entertainment) versteht man die Verbindung zwischen anspruchsvoller und populärer Unterhaltung. Das Volk, der Mainstream-TV-Seher, kurz: "Otto-Normal-Verbraucher" soll künstlerisch und inhaltlich "schwere Kost", vorgekaut und teilweise vorverdaut in seiner gewohnten (TV-verwöhnten) (Seh- und Erlebens)-Struktur aufnehmen und erfassen können, und diese dann auch verinnerlichen können, ohne weitere Vorkenntnisse der Materie.

Da Denkotainment alle Schichten der Bevölkerung erreichen will, versteht es sich als (zeitgenössische, eher noch: moderne) überregionale "Volkskunst".

Denkotainment ist Inhalt, nicht Hülle

Denkotainment ist die transportierte Botschaft, und nicht das Transportmittel selbst, d.h. Denkotainment kann ein Bestandteil sein von: Film, Musik, Darstellung, Skulptur, Theater, Schrift (Text), Buch, Vortrag, Tanz, Malerei, experimentelle Kunst, Videokunst oder eine Kombination aller bekannten Ausdrucksformen. Denkotainment ist jedoch nie selbst eine bestimmte Kunstgattung, oder auf eine Kunstform beschränkt, wie z.B. Kabarett oder Theater. Somit hat sich der Begriff Denkotainment, in seiner kurzen Existenz, bereits vom ursprünglichen Kern entfernt und autonom weiterentwickelt. Künstler wie Charly Weiss, Axel Burchardt, Christoph Schlingensief, Max Roth, Joe Brockerhoff, Pierre Wrobbel und Cynthia Tokaya nutzen bereits Elemente und Strategien aus dem Denkotainment, bewusst oder unbewusst, absichtlich oder zufällig. Beobachter sehen somit in Denkotainment nur bedingt eine "neue Idee", sondern vielmehr die (erstmalige) Benennung und der Versuch einer Definition, für eine neu entstandene Kunst- und Ausdrucksform. Erste unabhängige Erwähnungen des Begriffes Denkotainment findet man im Düsseldorfer Stadtmagazin SPIRIT des Herausgebers Marc Zobel, in der Rheinischen Post (Rheinische Post) und in der WZ (Westdeutsche Zeitung).

Präsenz im Internet, Sekundärliteratur

Zur Zeit gibt es kaum, nahezu keine, weiteren Hinweise auf die reale Existenz von Denkotainment als unabhängige Kunstform, im Internet. Lediglich die Websiten der gleichnamigen Agentur, und die Verweise und LINKS zum Stahlwerk (Düsseldorf) mit der PrimeTimeShow geben erste Hinweise, und tauchen somit in den Suchmaschinen auf. Die Entwicklung in den nächsten Jahren sollte aufmerksam beobachtet werden. (Anm.d.Verfassers: Von derzeit über 100 Suchmaschineneinträgen in GOOGLE, beziehen sich ca. 50% direkt oder indirekt auf die gleichnamige Agentur oder auf die PrimeTimeShow. Die restlichen Einträge, sind bereits die ersten freien Übernahmeprozesse in die "freie Kunstwelt". - Stand: 25.06.2006)

Ursprung

Das Wort und die Kunstform Denkotainment ist relativ neu, und entstammt nicht der intellektuellen Szene, und wurde auch nicht durch die institutionalisierte (Kunst- und Kultur)Elite der Hochschulen (künstlich) erschaffen, sondern entstammt dem Volk.

Das Wort und die dazugehörige Kunstform wurde in den Düsseldorfer Strassen geboren. Es knüpft somit ungewollt an die geistige Hinterlassenschaft von Joseph Beuys an, und die "Bewegung" Denkotainment, findet im Beuys-Schüler Joe Brockerhoff einen Sympathisanten der ersten Stunde.

Der Begriff wurde vom Taxifahrer, Leichtathleten und Kulturschaffenden deutsch-türkischen Düsseldorfer Heiner Koese geprägt, der die Kulturszene seiner Heimatstadt kritisch hinterfragt. In der PrimeTimeShow (2005) setzte er erstmals dieses bis dahin eher theoretische Kunstkonzept in der Realität um.

Unterstützung fand er bei dieser Idee durch Hermes Phettberg, Charly Weiss und Stefan Prill vom Stahlwerk (Düsseldorf).

Der Wortlaut der Definition, nach Heiner Koese

Denk|o|tain|ment (D.) [Kurzwort aus Denken und Entertainment]; Entstehung zu Anfang des 21. Jahrh. in Düsseldorf. D. ist eine Symbiose aus anspruchsvoller und populärer Unterhaltung die anhand vertiefender Erlebnisse zur Entritualisierung der Kulturlandschaft beiträgt. Durch dramaturgische Härte und hohe Authentizität ergibt sich eine große Nähe zum eingebundenen Publikum. Charakteristisches Merkmal ist die Verzahnung inszenierter Abläufe mit spontanen und überraschenden Einwürfen, teils humorvoller, teils tragischer Art. Die Showformate im Stile des Denkotainment, bieten jedoch gegen Ende immer positive Auflösungen an, mit diversen alternativen Strängen. Die obersten Prinzipien sind: Wärme, Intensität, Menschlichkeit und ein hoher Unterhaltungswert.

Aktuelles

Denkotainment firmiert nun als Internetportal und sagt über sich selbst: "Das denkotainment themenportal ist allen Interessierten offeriert. Es sind Schwerpunkte und Zeitthemen angesetzt, die trotz teils erheblicher Relevanz andernorts kaum Forum erhalten. Jegliche Richtungsradikalität ist jedoch ausdrücklich ausgeschlossen! In stilistischer wie inhaltlicher Hinsicht unterwerfen wir uns keineswegs auf künstliche Weise formalen Beschränkungen. Ein Vorhaben, was aus der Natur der Sache keine Restriktionen verträgt, verträgt ebenso wenig formale Hindernisse. Wir schreiben, reden und singen jederzeit, wie der Schnabel gewachsen. Faktisches verdient mehr Würdigung als dogmatische Einengungen. Für die, die nach höheren Begriffen greifen wollen, empfehlen wir die Lektüre von Dieter Bohlen, Boris Becker oder Eva Hermann. Wenn Sie jedoch bei uns bleiben mögen, laden wir Sie herzlich zu einem Streifzug durch unser Portal ein. Außerdem laden wir Sie ein, uns jederzeit zu schreiben, um uns, aus ihrem Kosmos und von Ort und Stelle Wahrhaftiges zu berichten. So erhalten wir die Möglichkeit, fernab von klischeehaft festgelegten Behauptungen zu berichten, was faktische Zustände des Umfeldes, der kollektiven Befindlichkeiten oder gar der Nation insgesamt angeht." (Quelle: www.denkotainment.de)

Weblinks

[1] www.denkotainment.de

Siehe auch: PrimeTimeShow und Max Roth

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